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Mittwoch, 23 Mai 2012

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Tipps zur erfolgreichen Finanzplanung

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Finanzplanung: So behalten Sie die Kosten im Griff

Im Frühjahr und Sommer ist die Versuchung zum Geldausgeben besonders groß. Eine Urlaubsreise steht an, neue Gartenmöbel müssen her, und sollte die Wohnung nicht dringend renoviert werden? Schnell verliert man den Überblick – und das kann teuer werden. Experten der Deutschen Bank geben Tipps zur erfolgreichen Finanzplanung.

Miete, Versicherung, Lebensunterhalt, aber auch Urlaub oder Handykosten: Jeder Haushalt hat eine Fülle von Ausgaben. Wenn der Überblick erst einmal verloren geht, wird es kritisch. Denn wer seine finanziellen Möglichkeiten nicht richtig einschätzt, läuft schnell in die Kostenfalle – und zahlt dann zusätzlich für Kredit- und Überziehungszinsen. Wie ist das zu verhindern?

Der erste Schritt ist im Grunde ganz einfach: Ausgaben und Einnahmen müssen möglichst vollständig erfasst werden. Dabei helfen so genannte Liquiditäts- oder Haushaltsplaner, wie sie einige Finanz­institute im Internet kostenlos bereitstellen. Auf der Einnahmeseite werden zum Beispiel Lohn oder Gehalt, das Kindergeld und mögliche Kapitaleinkünfte eingetragen. Die Ausgabenseite umfasst zunächst regelmäßig anfallende Kosten, zum Beispiel für Miete, Versicherungen und Altersvorsorge. Hinzu kommen Kosten für das Auto, der Beitrag für das Fitnessstudio oder eventuell Ratenbelastungen aus Krediten. Nicht vergessen werden dürfen Ausgaben, die regelmäßig in längeren Abständen anfallen, zum Beispiel für die Kfz-Versicherung. Außerdem gehören variable Kosten auf die Liste – also Geld, das zum Beispiel für Gastronomie, Kleidung, Urlaub oder Nachhilfeunterricht ausgegeben wird.

„Wer einen Überblick über seine Zahlungsverpflichtungen gewinnt, hat den ersten Schritt gegen die Kostenfalle schon getan“, rät Thomas Klee, Finanzierungs-Experte der Deutschen Bank. Zeigt die Aufstellung unterm Strich ein Minus, gehören die Ausgaben auf den Prüfstand. Gute Liquiditätsplaner geben zu einzelnen Kosten Vergleichswerte von Haushalten mit ähnlicher Größe an – ein Hinweis, an welcher Ecke sich sparen lässt. Vor allem bei den variablen Kosten finden sich oft Spielräume, zum Beispiel durch einen Wechsel der Versicherung.

Neben der Planung im Internet empfiehlt sich insbesondere dann ein Gespräch mit dem Bankberater, wenn Verpflichtungen aus mehreren Ratenkrediten bestehen. Das können solche bei Banken und Autohäusern sein, aber auch solche aus Finanzkäufen bei Versandhäusern. Bei dem einen oder anderen Verbraucher kann bei den unterschiedlichen Ratenbelastungen und Laufzeiten der Überblick verloren gehen. Der Berater kann diese Verpflichtungen oft zu einem einzigen Kredit mit einer monatlichen Rate zusammenlegen. Diese Rate sollte dann auf die persönliche Situation des Kreditnehmers und den monatlich frei verfügbaren finanziellen Spielraum abgestimmt sein. „Die Zusammenlegung erhöht die Transparenz deutlich“, so Thomas Klee. „Außerdem kann sie die Kreditkosten senken – etwa durch geringere Darlehenszinsen.“ Darüber hinaus kann eine andere Laufzeitvariante des Kredites zu einer geringeren monatlichen Belastung führen. Es lohnt sich also, den Überblick zu behalten – bei so gesparten Kosten ist vielleicht auch eine Extra-Ausgabe wieder im Budget.

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