Jahresempfang der Volksbanken und Raiffeisenbanken der Region 10
Um das Thema „Aus- und Weiterbildungsvielfalt im Finanzsektor“ ging es vergangenen Montag in der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG in der Ingolstädter Innenstadt. Die Kollegen der Volksbanken und Raiffeisenbanken der Region 10 hatten zu ihrem Jahresempfang geladen, zahlreiche Gäste waren erschienen, um etwas über die Bildungsmöglichkeiten in der Branche zu erfahren. Aber auch an der Finanzmarktkrise kam man an diesem Abend nicht vorbei, uns so lautete der Titel des Abschlussvortrags des Abends „Veränderungen im Bereich der Bankenregulierung und Finanzaufsicht“.
In seiner Begrüßung ging Richard Riedmaier (Vorstandsvorsitzender Raiffeisenbank Bayern Mitte eG) – nach einem kurzen Überblick über die Volks- und Raiffeisenbanken in der Region 10 – kurz auf die Finanzmarktkrise ein: „Als regionale Genossenschaftsbanken haben wir mit dieser Finanzindustrie und mit der Finanzkrise nichts zu tun. Das wissen wir, das wissen hoffentlich auch Sie, darauf sind wir auch stolz.“ Die Großbanken und die Finanzindustrie konzentrieren sich im Wesentlichen auf das Investmentbanking, mit dem die Raiffeisenbanken nichts zu tun haben. „Wir stehen für Transparenz, für Nähe, für Verlässlichkeit und Regionalität“, so der Vorstandsvorsitzende weiter.
Wilfried Gerling, Kreisverbandsvorsitzender der VR-Banken der Region 10 und Vorstandsvorsitzender der Hallertauer Volksbank eG stellte das Thema „Aus- und Weiterbildungsvielfalt im Finanzsektor“ vor. Sichtlich stolz präsentierte er einen aktuellen Werbefilm, dessen Darsteller Mitarbeiter waren, die sich in der Aus- und Weiterbildung bei der Hallertauer Volksbank befinden. Der Film zeigte sympathisch die verschiedenen Karrieremöglichkeiten – von den klassischen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten über das berufsbegleitende Studium bis hin zum Verbundstudium und war eine gelungene Überleitung zu Prof. Dr. Walter Schober, Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der FH Ingolstadt. Er ging näher auf das Duale Studium für den Finanzsektor und die Zusammenarbeit zwischen Fachhochschule und Raiffeisenbank ein. Vor allem die hohe Motivation und die langfristige Bindung des ausgebildeten Nachwuchses an ein Unternehmen sah er als Kern-Vorteile dieser Art der Ausbildung.
Dritter Referent in der Runde war Erhard Gschrey, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V. in München. Auf internationaler Ebene ist er im Bereich der Bankenregulierung und Finanzaufsicht tätig und eben darum ging sein Vortrag. Von Basel III über die EU-Reform der Einlagensicherung, Bankenabgabe und Finanzmarktsteuer bis hin zur Europäischen Finanzaufsicht gab er einen Überblick über die Veränderungen –nach der von „Zockerbanken“ verursachten Krise – auf dem Finanzmarkt.










