Dienstagmorgen 8.30 Uhr: die Entscheidung im Verfahren Kellerhals, Stiefel gegen Metro. Der Machtkampf zwischen den Gesellschaftern der Media-Saturn Holding endete mit einem (Teil)Sieg für Metro, der in Wirklichkeit eine Niederlage ist.
Als der Vorsitzende Richter der Kammer für Handelssachen, Konrad Kliegl, das Endurteil erster Instanz verkündete, das nach Ankündigung der Metro nicht rechtskräftig werden wird, war die Prominenz zahlreich vertreten. Zwar waren Erich Kellerhals und Leopold Stiefel nicht erschienen, wohl aber Metro-Chef Cordes und als einer von mehreren Anwälten der Metro auch das CSU-Urgestein Peter Gauweiler, der gerade erst politische eine Niederlage einstecken musste.
Auch beim Landgericht Ingolstadt gewann er keinen Blumentopf. Zwar wurde die Klage der Conventa (Kellerhals/Stiefel) gegen den Gesellschafterbeschluss, mit dem bei der Media-Saturn Holding ein Beirat gebildet wurde, abgewiesen. Doch in diesem umstrittenen, aber zulässigen Beirat muss ibeiallen wesentlichen Punkten, die vorher in der Gesellschafterversammlung entschieden wurden, wieder eine Mehrheit von mehr als 80 % erreicht werden. Und gerade das wollten Cordes und die Metro vermeiden.
Es gibt noch ein weiteres Verfahren, bei dem sich die Beteiligten darum streiten, wer den Vorsitz in der Gesellschafterversammlung führen und wer Protolkoll führen darf. Das zeigt das Niveau, auf dem die Beteiligten hier "Krieg führen". Kellerhals möchte Cordes verbieten, den Vorsitz in der Gesellschafterversammlung zu führen; nach Auffassung des Gerichts hat Kellerhals hier schlechte Papiere. Auch wer Protokoll führen darf ist noch umstritten.
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