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Mittwoch, 23 Mai 2012

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Media-Markt: "Schluss mit Preisirrsinn"

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Keine Geizhalsangebote mehr: Wer am Wochende einen Prospekt des Media-Marktes in der Hand hatte, war vielleicht etwas verwirrt. Da ging es plötzlich um Preisneugestaltung. Das bedeutet: Das Feilschen im Markt (aber wer hat das wirklich gemacht?) hat ein Ende. Eine Pressemitteilung des Elektroriesen erhellt den Hintergrund:

“Das bedeutet, dass jeder stationäre Media Markt jeden Tag seine Preise mit allen maßgeblichen Online- und Offline-Wettbewerbern vergleicht und sie gegebenenfalls sofort ändert. Jeder Geschäftsführer vor Ort unterschreibt dafür, für jeden Kunden sichtbar am Point of Sale, täglich neu mit seinem Namen: ‘Mein Markt – mein Wort’.”

Das stellt eine gravierende Änderung der Geschäftspolitik dar, denn bisher waren die einzelnen Filialen größtenteils frei in der Gestaltung ihrer Preise, nur eine grobe „Niedrigpreisgarantie“ sollte die Kundschaft zum Feilschen um wettbewerbsfähige Preise bringen.

Frank Norberg, Chef der Firmengruppe Media-Saturn zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung: “Wir machen Schluss mit dem Preisirrsinn. Schluss mit den Preisschlachten, mit den Schleuderpreisen, den Geizhalsangeboten. Das wollen die Menschen nicht mehr. Wir stoppen die überzogenen Preisaktionen.”

Damit will der Media-Saturn-Konzern offensichtlich gegen seine Verluste ankämpfen: Im zweiten Quartal waren es 44 Millionen. Auch 3.000 Arbeitsplätz wurden zwischenzeitlich abgebaut. Die könnten bei der neuen Aktion mit den sich täglich ändernden Preisen fehlen, orakeln Wirtschaftsdienste.

 

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