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Mittwoch, 23 Mai 2012

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Weltmeister-Kraftwerk in Irsching eröffnet

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„Irsching wird mit dem Kraftwerk Ulrich Hartmann zum Mekka. Leute aus der ganzen Welt besichtigten schon das Werk, es gibt auch schon Kunden in Russland und Korea.“ Dies verkündete der Vorstandsvorsitzende Dr. Ingo Luge auf der feierlichen Eröffnung am Donnerstag.

Mit dem Gas – und Dampfkraftwerk (GuD) Ulrich Hartmann gelang Siemens und EON ein absoluter Meilenstein, denn der Wirkungsgrad eines solchen Kraftwerks liegt zum erste Mal weltweit über der magischen 60 %-Grenze, nämlich bei genau 60,4 %.

Am 22. Juli diesen Jahres wurde das Kraftwerk in Betrieb genommen. Schon im Oktober 2010 bekam das Projekt den Bayerischen Energiepreis vom Bayerischen Wirtschaftsministerium verliehen. Mit diesem Projekt unterstreichen Siemens, EON und das Land Bayern ganz klar die Voreiterrolle in der Energiepolitik.

250 Ingenieure und 500 Mitarbeiter arbeiteten an dem Projekt, welches schon vor über zehn Jahren geplant wurde. 2006 erfolgte schließlich der erste Spatenstich. Das Kraftwerk liefert eine elektrische Gesamtleistung von 569 Megawatt, genug um komplett Berlin mit Strom zu versorgen. Dabei ist das GuD außerordentlich umweltfreundlich. Nur 330 Gramm CO2 pro Kilowattstunde werden ausgestoßen. Durch das Überschreiten der magischen 60 %-Grenze wurde einiges an CO2-Emission gespart. Die eingesparte Menge ist in etwa so hoch wie der CO2-Ausstoß von 10 000 PKWs, die 20 000 Kilometer gefahren sind. In die Entwicklung zu diesem Großprojekt wurden ungefähr 500 Millionen Euro investiert.

Benannt wurde das Kraftwerk nach dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden von EON, Ulrich Hartmann. 39 Jahre lang arbeitete der mittlerweile 73-Jährige in der Firma und wird für seine wegweisende Arbeit mit der Namensgebung dieses Projekts geehrt. Sichtlich gerührt nahm Hartmann seinen Besucherausweis entgegen.

Zur feierlichen Eröffnung waren heute der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil, der Vorstandsvorsitzende von EON Dr. Ingo Luge und der Geschäftsführer von Siemens Energy Dr. Michael Süß in Irsching zu Besuch.

Sie setzten bei der Feier ein Modell des Kraftwerks aus mehreren Bausteinen zusammen und verdeutlichten so ihre hervorragende Zusammenarbeit der letzten Jahre.

Der Ministerpräsident zeigte sich sichtlich zufrieden mit EON und Siemens: „Innovation hat Tradition hier in Bayern, das haben wir wieder einmal bewiesen. Wir haben ja auch den Anspruch, dass Bayern ein Premiumland bleibt. Wir wollen ja, dass es bleibt wie es ist, aber damit es bleibt wie es ist, muss sich einiges ändern. Wir wollen da vorne weg marschieren. Großen Dank muss man natürlich Siemens und EON für dieses weltweit einzigartige Kraftwert aussprechen“, betonte Seehofer.

Zum Vergleich erklärte Seehofer, dass das neue Kraftwerk die doppelte Energie des Kernkraftwerks Isar 1 bewerkstelligt. Wichtig war für den Politiker außerdem, dass die energiepolitischen Ziele damit weiter deutlich verfolgt werden. Auch in den nächsten Jahren will man sich um den Klimaschutz und die Erhöhung der Energieeffizienz bemühen. Dabei sind EON und Siemens zwei wichtige Partner, die die Ideen der Politik verwirklichen sollen. „Das ist einer der schöneren Tage im Leben eines Ministerpräsidenten“, meinte Seehofer zum Schluss schmunzelnd. (kr)

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