Stimmung besser als vor der Krise
In bester Laune präsentiert sich die Wirtschaft in der Region Ingolstadt. Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage nochmals deutlich besser als zu Jahresbeginn. Eine leichte Abkühlung ergibt sich beim Ausblick für die nächsten zwölf Monate. Insgesamt stieg der Konjunkturindex für die Region leicht auf 143 Punkte und übertrifft damit erneut das Niveau vor der Wirtschaftskrise. Dies ergab die Auswertung der Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern im Frühjahr für Ingolstadt und die umliegenden Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen.
„Die Konjunktur in der Region läuft auf Hochtouren", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Der BIHK-Konjunkturindex für Bayern legte ebenfalls zu, von 133 auf 136 Punkte.
Der Anteil der Unternehmen in der Region Ingolstadt, die ihre Lage positiv einschätzen, hat seit Jahresbeginn von 53 auf 71 Prozent zugelegt. Gleichzeitig stieg der Anteil der Unternehmen, die ihre aktuelle Geschäftslage als „schlecht“ bewerten, nur gering auf 6 Prozent. Der Saldo der Geschäftslage – also die Differenz der Anteile der Betriebe mit guter und schlechter Lageeinschätzung – liegt damit bei einem Rekordwert von 65 Punkten. Angesichts der hervorragenden Ausgangslage schauen die Betriebe dagegen etwas weniger zuversichtlich in die Zukunft als zu Jahresbeginn: Der Saldo aus Optimisten und Pessimisten fiel von 31 auf 23 Punkte.
Die Unternehmen signalisieren eine anhaltend hohe Bereitschaft, ihre Belegschaften auszubauen. Aktuell wollen 24 Prozent der befragten Unternehmen neue Arbeitsplätze schaffen und nur 14 Prozent Jobs abbauen.
Bei den Investitionen gehen die Betriebe etwas vom Gaspedal herunter: Noch jedes dritte Unternehmen (29 Prozent) will mehr investieren. Dagegen wollen 16 Prozent der Unternehmen ihre Ausgaben für Investitionen zurückfahren, nach lediglich 7 Prozent zum Jahresbeginn.
„Angesichts zunehmender Risiken und des hohen Ausgangsniveaus rechnen wir damit, dass die Wachstumsdynamik etwas nachlässt“, so Driessen weiter. Hohe Energie- und Rohstoffpreise, die steigende Inflation und die ungewissen Auswirkungen der Schuldenkrise belasten die Unternehmen. Wegen der guten Arbeitsmarktlage werde es besonders in der Region Ingolstadt immer schwieriger, geeignete Fachkräfte zu finden, sagt IHK-Chef Driessen. Deswegen dürften die Unternehmen einerseits zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, andererseits würden diese Faktoren auch die Nachfrage dämpfen, so Driessen.










