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Mittwoch, 23 Mai 2012

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Kommunen bei der Energiewende gefordert

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Wappen_Landkreis_Pfaffenhofen

Im Rahmen der Umsetzung der von der Bundes- und Landesregierung ausgerufenen „Energiewende“ und des Einsatzes von regenerativen Energien werden künftig auch die Kommunen stärker gefordert sein. Der amtierende Landrat Anton Westner nahm bei der letzten Bürgermeisterdienstbesprechung ein Schreiben des Bayerischen Umweltministers Dr. Markus Söder zum Anlass, auf das Internetportal www.energieatlas.bayern.de hinzuweisen, das als wertvolle Grundlage für den rascheren Ausbau der erneuerbaren Energien zur Verfügung steht. In diesem Zusammenhang werde auf die Gemeinden eine größere Verantwortung zukommen, so Westner. Dies gelte insbesondere für Anlagen zur Nutzung der regionalen und lokalen Potenziale von Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse. Der Freistaat Bayern wolle die Kommunen dabei unterstützen, optimale Standorte für Windkraftanlagen zu finden, klimafreundliche Energienutzungskonzepte zu entwickeln und damit unabhängiger von Energieimporten zu werden. Bei den „dezentralen Energieszenarien“ sollen die Kommunen stärker als bisher eingebunden werden. Neben dem Staat, der Wirtschaft und den Endverbrauchern, Verbänden und Vereinen seien künftig die Gemeinden gefordert, einen aktiven Beitrag zu leisten, damit die gesellschaftlich gewollte Loslösung von der Atomenergie mittelfristig möglich ist, so Westner. Es seien „kreative Kräfte gefragt, die schlummernden Potenziale zu heben“. Dabei werde es wohl Konflikte geben, wenn es um die Frage der optimalen Standorte für Windkraft-, Biogas- oder Photovoltaikanlagen geht. Westner: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es in dicht besiedelten Gegenden zu Zielkonflikten mit der Wohnbebauung oder im Außenbereich in besonders schützenswerten Landschaftsteilen zu Nutzungskonflikten mit dem Natur- und Umweltschutz kommt.“ Auch ein „aktives Gebäudemanagement unter Berücksichtigung sämtlicher Energiesparmaßnahmen“ stehe künftig verstärkt auf der Tagesordnung bei den Gemeinden. Von Seiten des Landratsamts gibt es bereits seit rund zwei Jahren regelmäßige Energiesprechstunden, die von der Bevölkerung rege genutzt werden. Soweit es die Zulässigkeit von Standorten für Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien betrifft, steht insbesondere die Bauverwaltung für Anfragen und zur Beratung zur Verfügung.

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