Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der Audi AG
Das Jahr der Superlative und Rekorde
Das umsichtige und entschiedene Handeln während der Krise 2009 führte Audi zum besten Firmenergebnis aller Zeiten. Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, präsentierte auf der Jahrespressekonferenz im Audi Auslieferungszentrum den über 300 geladenen Journalisten das Traumergebnis des letzten Geschäftsjahres.
Die erfolgreiche Einführung des A1 als erster Kleinwagen im Premiumsegment sowie die Vorstellung des A7 Sportback und des A8 L bilden die Grundlage für diesen Erfolg.
Das Ergebnis spricht für sich:
Der Umsatzerlös betrug 35,4 Mrd. Euro, eine Steigerung um 18,8 Prozent zum Vorjahr, das operative Ergebnis mit 3,34 Mrd. Euro entspricht einer Steigerung um 108 Prozent. 9,4 Prozent operative Umsatzrendite, das Ergebnis nach Steuern stieg um 95,2 Prozent und ist mit 2,63 Mrd. Euro fast doppelt so hoch wie im Vorjahr (1,347 Mrd.).
Mit 1.092.411 ausgelieferten Fahrzeugen wurde ein Plus von 15 Prozent verbucht und damit das Rekordjahr 2008 deutlich übertroffen. Da fallen die Auslieferungsrückgänge bei Lamborghini von 14.1 Prozent nicht allzu stark ins Gewicht.
Auch wenn der Audi Chef von „einem Aufschwung auf wackligen Beinen“ spricht hat sich das Unternehmen für 2011 wieder ehrgeizige Ziele gesteckt. Mit einem neuen Auslieferungsrekord von 1,2 Millionen Fahrzeugen, einer zweistelligen Wachstumsrate in den USA sowie mit einem Verkauf von zwei Million Autos in China innerhalb der nächsten drei Jahre strebt Audi weitere Rekorde an.
„Wir gehen davon aus, dass konventionelle Antriebe den Markt in den nächsten Jahren noch dominieren werden“ so Stadler, deshalb liegen die Vorgaben unter anderem bei der Weiterentwicklung der Verbrauchsreduzierung. Aber auch Hybrid ist das Thema. 2011 wird die Hybrid Flotte mit dem Q5 hybrid quattro, dem A6 hybrid sowie dem A8 hybrid an den Start gehen. Emissionsfreies Fahren mit höherer Geschwindigkeit und besserer Reichweite als beim Wettbewerb ist die Zielsetzung.
Mobilität der Zukunft unter Berücksichtigung individueller Kundenbedürfnisse zeigt Audi in den unterschiedlichen e-tron Modellen A1 e-tron, e-tron Spyder und dem rein elektrisch angetriebenen Supersportwagen R8 e-tron.
Sensationelle Zahlen gibt es aber auch im Personalbereich. Zum Ende des Jahres wurden erstmalig über 60 000 Mitarbeiter im Audi Konzern beschäftigt. Für 2011 sollen mehr als 2 000 neue Mitarbeiter eingestellt werden, d. h. rund 700 Auszubildende sowie 1.200 Experten hauptsächlich für Elektromobilität und Leichtbau werden hinzukommen. Weiter werden 200 Leiharbeiter in Festanstellung übernommen.
Investitionen von mehr als 5 Mrd. Euro plant das Unternehmen zwischen 2011 und 2015 in Ingolstadt und Neckarsulm. Damit werden die beiden Standorte als „Herz der Produktion“ und Heimat der Audi-Kompetenzen wie Aluminium- und Leichtbauzentrum, Motorenentwicklung, Werkzeugbau, Vorserien- sowie Elektronikcenter bestätigt.
Als Arbeitgeber sieht sich Audi in der Pflicht, die Industriearbeit in Deutschland zu sichern. Die bereits bestehende Beschäftigungsgarantie wurde in einer Betriebsvereinbarung bis 31. Dezember 2014 verlängert. Mit der höchsten Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung in der Firmengeschichte von durchschnittlich 6.513 Euro in Deutschland sowie einer vergleichbaren Erfolgsprämie in Belgien und Ungarn dankt das Unternehmen den Audianern und lässt diese am Rekordjahr teilhaben.
Vorsprung durch Technik – ein Slogan den sich Audi schon seit 40 Jahren zum Ziel gesetzt hat und der auch in der Zukunft Antrieb und Wegweiser sein soll. Mit einem Zitat von Victor Hugo beendete Rupert Stadler die diesjährige Pressekonferenz und ergänzte noch einmal diese Philosophie:
„Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für Mutigen ist sie DIE Chance. Und das treibt uns bei Audi an.“ (py)










