Hoher Beratungsbedarf in Sachen Energieeinsparung
Im letzten Jahr konnte im Landkreis Pfaffenhofen erneut ein leichter Anstieg der Bautätigkeit verzeichnet werden. „Insgesamt wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauverwaltung 1.878 Bauanträge und sonstige Verfahren (z. B. Nutzungsänderungen, Bauvoranfragen, Kiesabbauanträge etc.) bearbeitet“, so amtierender Landrat Anton Westner bei der Vorstellung der Bauamtsstatistik für das Jahr 2010. Dies bedeutet eine Zunahme um 22 Bauverfahren im Vergleich zum Jahr 2009. Die häufigste Bauform bei den Wohngebäuden bildet das Einfamilienhaus (2010: 361, 2009: 359, 2008: 333). Wohnbauvorhaben insgesamt wurden im letzten Jahr im Landkreis Pfaffenhofen 734 verzeichnet (2009: 745, 2008: 632).
Im Kalenderjahr 2010 hatte das Bauamt am Landratsamt Pfaffenhofen zu insgesamt 143 Bauleitplanverfahren und sonstigen Planverfahren Stellung zu nehmen bzw. vorgelegte Verfahren im Rahmen von Genehmigungsverfahren zu prüfen. „Seit Einführung des Umweltberichtes mit der Baugesetzbuchnovelle haben die Bauleitplanungsunterlagen an Bearbeitungsumfang zugenommen und sind ihrer gesamten Würdigung erheblich zeit- und arbeitsaufwendiger geworden“, so Beate Schwägerl, Abteilungsleiterin am Landratsamt Pfaffenhofen. Ziel ist hierbei, die Folgen eines Projekts für die Umwelt frühzeitig zu erkennen und die menschliche Gesundheit sowie die natürliche Umwelt vor vorhersehbaren schädlichen Auswirkungen des geplanten Vorhabens zu schützen.Des Weiteren ist das Bauamt des Landratsamtes Pfaffenhofen stets bestrebt, die Gemeinden mittels eines beschleunigten Verfahrens zu einer positiven Stärkung der Ortszentren und somit zu einer innerörtlichen Verdichtung zu motivieren. Mittels des Instrumentariums „Innenverdichtung“ soll eine Reduzierung des Flächenverbrauchs erreicht und der Außenbereich von Bebauung freigehalten werden. Anton Westner: „Leider nehmen nur sehr wenige Gemeinden dieses Instrumentarium wahr und weisen weiterhin Flächen am Ortsrand aus“.
Im Bereich der Denkmalpflege mit Schwerpunkt Erhaltung von Bau- und Bodendenkmälern wurden 2010 wieder zahlreiche Bauherren, Architekten und Planer beraten. Darüber hinaus wurden regelmäßig Beratungstage in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt. „Für private und öffentliche Bauten im Landkreis konnten erfreulicherweise aus verschiedenen Quellen insgesamt rund 450.000 Euro bereitgestellt werden“, so der amtierende Landrat.
Der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses wurden im Kalenderjahr 2010 insgesamt 513 notarielle Urkunden zur Genehmigung vorgelegt (2009: 448). Darüber hinaus wurden 1.647 Urkunden zur Auswertung übersandt. Im Turnus von zwei Jahren wird aus diesen Daten die sogenannte Bodenrichtwertliste für Bauland erstellt. Die nächste Bodenrichtwertliste mit dem Stichtag 31.12.2010 wird im Frühjahr 2011 herausgegeben.
Des Weiteren wandten sich 279 Bürgerinnen und Bürger mit verschiedensten Fragen und Anliegen in den Bereichen „Energie und Klima“ an die Energieberatungsstelle des Landratsamtes, wobei das Hauptinteresse Lösungsvorschlägen zu Haussanierung und Neubau, sowie Fragen zu Fördermöglichkeiten galt. Die Energiesprechstunde findet jeden Montag in der Zeit von 17:30 bis 20:00 Uhr im Landratsamt Pfaffenhofen statt.
Termine vergibt Harald Wunder unter Tel. 08441 27-211.










