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Mittwoch, 23 Mai 2012

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„Der Elektromotor ist nicht die Lösung!“

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RadermacherInternet

Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Dr. Franz Radermacher setzt auf den technischen Fortschritt und die Premium-Hersteller.

 

„Ich propagiere eher einen neuen, optimierten Ottomotor – und das in Kombination mit einem Weltaufforstungsprogramm,“ erklärte der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Dr. Franz Radermacher am Rande des Neujahrsempfangs der Sparkasse Eichstätt. Der renommierte Wissenschaftler hielt dort einen Vortrag zum Thema „Die Welt im Jahr 2050“ - und dabei spielte das Thema Energie eine wichtige Rolle. Wäre angesichts versiegender Ölquellen da nicht der Elektromotor die Lösung? Nein, meint Prof. Radermacher. Und das, obwohl – oder weil er gerade – großen Hoffnungen in den technischen Fortschritt setzt. Sollte sie Zukunft eine „Welt in Balance“ bringen, dann wird vor allem das Premiumsegment der Automobilhersteller eine immer größere Rolle spielen. „Das Auto ist ein Wertschöpfungselement,“ meint der viel gefragte Wirtschaftswissenschaftler. Niemand wolle in Zukunft auf diese Mobilität verzichten. Aber gerade im Premiumbereich stellen Autos mit Elektroantrieb für ihn keine Alternative dar. Radermacher bevorzugt einen anderen Weg. Den des Emmissions-Ausgleichs. „Die Welt kann eine Tonne Emmision pro Kopf verkraften. Da müssen wir hinkommen.“ Er ist sich sicher, dass es technisch möglich ist, den Kraftstoffverbrauch heutiger Benzinmotoren noch um 50 Prozent zu senken. Doch das ist nur der erste Teil seiner Energie-Rechnung für die Zukunft. Die Technik nutzt nämlich nichts, wenn nicht gleichzeitig an einem Weltaufforstungsprogramm gearbeitet wird. Und hier besteht die Herausforderung darin, die Notwendigkeit der Aufforstung allen klar zu machen – auch den Automobilherstellern. „Ich werde in der nächsten Zeit gerade zu diesem Thema bei Audi in Ingolstadt Gespräche führen,“ so Radermacher. (ma)

 Zur Person:

Franz Josef Radermacher ist Professor für Informatik an der Universität Ulm und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung/n. Bekannt geworden ist er u.a. durch sein Eintreten für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft und durch sein Engagement in der Global Marshall Plan Initiative, die sich seit 2003 für eine gerechtere Globalisierung, für eine Welt in Balance, einsetzt. (Quelle: Wikipedia)

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