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Mittwoch, 23 Mai 2012

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Wenn's um Bar-Geld geht!

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Wittmann-Tiedt

 

Sparkasse baut zum Schutz der Kunden Zweigstelle am Stein um: künftig gibt's Outdoor-Automaten.

Es waren unerfreuliche Geschichten, die Vorstand Jürgen Wittmann den Medienvertretern bei der Pressekonferenz erzählen musste. In der Zweigstelle am Stein, die bisher nachts durchgehend für Kunden, die am Geldautomaten Bargeld abheben wollen, zugänglich war, spielten sich höchst unerfreuliche Szenen ab.

„Insbesondere nach Mitternacht wurde der Vorraum mit den Geldautomaten von Betrunkenen und anderen Leuten zweckfremd genutzt. Da wurden zum Beispiel ein Junggesellenabschied (mit Skiern!) und andere Parties gefeiert, Geldautomatenschilder wurden abgerissen, die Einrichtung beschädigt,“ schildert der Sparkassenvorstand. Das Schlimmste aber war, dass die Sicherheit der Kunden, die nachts einfach Geld abheben wollten, nicht mehr gewährleistet war. „Die seriösen Kunden wurden angepöbelt und trauten sich gar nicht mehr rein, um an den Automaten Geld abzuheben.“

Das alles konnte die Sparkasse anhand der Videoaufzeichnungen feststellen. Erstaunlich, dass die nicht zu übersehende Videoüberwachung die Täter von ihrem Tun nicht abhielt. „Wir bringen die Sachbeschädigungen schon zur Anzeige, bisher ist aber nichts herausgekommen,“ erläutert Wittmann weiter.

Um die Bargeldversorgung sicher zu stellen („Sie ist für uns ein hohes Gut.. es gibt ca. 200.000 Bargeldverfügungen pro Jahr am Stein“), wird der Vorraum, der als Partyraum missbraucht wurde, geschlossen. Es wird, sobald es die Witterung erlaubt, umgebaut. In die Nischen mit den zwei südlichen Fenstern werden Geldautomaten eingebaut. Diese sind dann von der Straße her zu bedienen.

Das lässt sich die Sparkasse viel Geld kosten denn diese Outdoor-Automaten müssen Hitze und Kälte gleichermaßen aushalten. Entsprechend teuer sind sie: „Ca. 40.000 Euro netto kostet ein Automat; dazu kommen Einbaukosten und Aufwand für die Wartung.“ Weitere Kosten entstehen durch das permanente Befüllen mit Bargeld. „Damit der Kunde nachts um drei sein Bargeld fürs Taxi erhält.“

Mit dem Umbau dürfte sich die Lage Am Stein entspannen. Aber auch am Rathausplatz sind die Vandalen am Werk. Kürzlich wurde eine Scheibe am Ost-Foyer der Sparkasse zerstört („eingeschossen, sonst bekommen Sie die gar nicht kaputt“). Der Schaden beläuft sich auf 5.000 Euro. Einen fünfstelligen Betrag musste die Sparkasse für Schadensbeseitigungen im letzten Jahr aufwenden. Da ist es doch erfreulich, dass der Staat jetzt mehr Polizisten einstellen will. Vielleicht zeigen vermehrte Polizeistreifen Wirkung oder die von der Polizei geforderte Änderung der Sperrzeiten.

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