Die Bahn kündigte Günther Menig, sein Nachfolger ist insolvent.
Das ganz offizielle Anschreiben kam am Dienstag per Mail. Der Insolvenzverwalter der Würzburger Firma Josef Strykowski, die zahlreiche Bahnhofsbuchhandlungen betreibt, teilte allen Geschäftspartnern mit, dass das Unternehmen Insolvenz angemeldet habe. Der Geschäftsbetrieb gehe vorläufig weiter, schrieb Frank Hanselmann, der zum Insolvenzverwalter bestellt wurde.
Günther Menig war früher der Inhaber der Bahnhofsbuchhandlung. Ihm kündigte die Bahn. Sein Mietnachfolger ist jetzt insolvent.
„Am 23. Dezember 2007 erhielt ich die Kündigung für meine Buchhandlung im Ingolstädter Bahnhof“ erzählt Günther Menig. „Die Bahn wollte damals die Buchhandlung dorthin verlegen, wo jetzt das Reisezentrum ist. Wo sich meine Buchhandlung befand und jetzt mein Nachfolger tätig ist, da sollte nach meiner Erinnerung ein Ausgang zu den Gleisen entstehen.“ Deshalb wurden die Räume zum 31. 12. 2008 fristgerecht gekündigt.
„Es gab dann zunächst wohl eine Art „interne“ Ausschreibung, zu der ich nicht eingeladen wurde und dann ca. im April/Mai 2008 eine bundesweite Ausschreibung für einen neuen Mieter. An dieser Ausschreibung konnte ich mich auch beteiligen.“ Günther Menig, der jetzt bei der Freiwilligenagentur tätig ist, wurde dann auf den zweiten Platz gesetzt. Gewinner der Ausschreibung war die Würzburger Firma Josef Strykowski, die jetzt Insolvenz angemeldet hat. „Ich möchte nicht behaupten, dass da etwas inkorrekt gelaufen ist. Aber es war seltsam, als sich schon im August die Firma Strykowski bei mir meldete, obgleich das Ergebnis der Ausschreibung erinnerlich erst Ende September bekanntgegeben wurde.“
Wie dem auch sei: Die Bahnverantwortlichen hatten kein glückliches Händchen. Der Wettbewerbssieger ist jetzt insolvent.










