Das Klinikum Ingolstadt hat im vergangenen Jahr viel geleistet - unter anderem wurden 700 neue Patientenfernseher mit Internetzugang angeschafft.
In fünf Bereichen habe das Ingolstädter Klinikum in 2010 zugelegt, berichtet Geschäftsführer Heribert Fastenmeier: Wachstum, Qualität, Arbeitsplätze, Netzwerke aber auch Konkurrenz. So beschäftigt das Unternehmen derzeit gut 3.300 Angestellte und pflegt eine Reihe von Kooperationen mit Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten aus der Region. Um die Position des Klinikums auf dem Markt zu erforschen, werden eine ganze Reihe Erhebungen in Auftrag gegeben: Marktanalysen, Einweiseranalysen und Befragungen durch Studenten werden durchgeführt.Letztere fanden zum Beispiel heraus, dass viele Patienten mit den Fernsehern unzufrieden waren. Nur zehn Monate später wurden nun 700 Geräte ausgetauscht. Die neuen High-Tech-Geräte haben nun Internetzugang und ein integriertes Telefon. Besonders überrascht haben Fastenmeier die Nutzer: "Der Durchschnitt liegt bei 65 bis 75 Jahren!"
In diesem Jahr standen eine Reihe von Veränderungen auf dem Programm: So wurde die neue Notfallklinik gebaut (Eröffnung und Einweihung im Januar) und der bisherige ärztliche Direktor Prof. Dr. Erich Keller verabschiedete sich in den Ruhestand. Sein Nachfolger wurde Dr. Hans-Jürgen Eisele.
Interessantes gibt es auch vom ehemaligen Supermarkt im Klinikum zu berichten. Nachdem es nicht gelungen ist, den Supermarkt "trotz mehrerer Ausschreibungen" (Fastenmeier) zu vermitteln, wurde beschlossen eine Automatenstraße zu installieren. "Nun," so Fastenmeier, "haben wir ein größeres Angebot und einen höheren Umsatz," freut sich der Geschäftsführer, der aber betonte, dass er lieber wieder einen Supermarkt gehabt hätte.
Auch das "Kasino 2", das Café Level 21 im Ärztehaus, läuft, nachdem es nun vom Klinikum bewirtschaftet wird, viel besser. Durchschnittlich 400 Personen besuchen das Café täglich, in der Adventszeit sind fast alle Abende mit Weihnachtsfeiern besetzt.
Im kommenden Jahr stehen eine Reihe von Baumaßnahmen an. So wird zum Beispiel in Kooperation mit dem Heilig-Geist-Spital für 17,2 Millionen Euro ein neues Pflegezentrum gebaut, das Platz für 160 Betten bieten wird. Außerdem steht die große Generalsanierung in den Startlöchern. Gut 20 Jahre lang wird ab 2011 gewerkelt werden. In sieben Bauabschnitten werden 285 Millionen Euro in die Hand genommen. "Aber ich werde nur noch den ersten Bauabschnitt als Geschäftführer erleben," kündigte Fastenmeier an. (tm)










