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Mittwoch, 23 Mai 2012

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Das Emotionsproblem der E-Mobilität

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Business Forum zu Thema iTechnology im Existenzgründerzentrum Ingolstadt

 

Vernünftig? Ja. Aber Vernunft macht eben nicht immer Spaß. Vor allem die Autofans müssen in Zeiten von hohen Spritpreisen und der Suche nach neuen Antriebsformen beim Spaßfaktor Abstriche machen. Das war auch beim Business Forum zum Thema „iTechnology – von der Idee zur Serienreife“ zu spüren, das der Verein BeraterPool Ingolstadt (Vorstand Norbert Forster begrüßte die Gäste) im Existenzgründerzentrum veranstaltet hatte. Hier ging es um neue Antriebskonzepte und um neue Mobilität, nicht nur im Automobil-Bereich.

„Wir müssen von der Heilsmessage der Elektroautos runter!“

Prof. Dr.-Ing. Jörg Wellnitz, Prodekan der Fakultät Maschinenbau an der Hochschule Ingolstadt, hält nicht viel vom nationalen Entwicklungsplan für Elektromobilität. Er zeichnete in seinem Vortrag u.a. die Möglichkeiten von Brennstoffzellenautos auf, die mit Wasserstoff betrieben werden. „Wasser ist der Treibstoff der Zukunft“ habe bereits einst Jules Verne geschrieben. Doch um den CO² Ausstoss zu reduzieren, würden bereits einfachere Mittel einen großen Erfolg erzielen. So könne man durch die richtige Bereifung an einem Pkw Energie sparen und auch der Kofferraum spiele eine (ge)wichtige Rolle: „Wenn alle Autofahrer in Deutschland ihren Kofferraum leeren würden, dann würde das mehr CO² sparen als alle Sparmaßnahmen.“

„Alles Leben ist Problem lösen“

Prof. Dr.-Ing. Thomas Suchandt, Dekan der Fakultät Maschinenbau an der Hochschule Ingolstadt, erläuterte die Entwicklung eines Fahrzeugs mit alternativem Antieb aus der Sicht des Konstukteurs. Dazu nannte er aktuelle Mobilitätsstatistiken, die zunächst gar nicht so spektakulär aussehen: so legt der Deutsche im Schnitt täglich 42 Kilometer mit dem Auto zurück, dieser Wert ist seit den 90er Jahren konstant. Für ein Elektroauto mit 100 Kilometern Reichweite also kein Problem? Doch. Zum einen müssen diese vernünftigen Autos erschwinglich sein und zum anderen müssen sie vom Kunden akzeptiert werden. „Der Kunde möchte, selbst wenn er nur kurze Strecken fährt, die Gewissheit haben, theoretisch weiter fahren zu können.“

„E-Bikes sind keine Seniorenfahrräder mehr“

Martin Willner, der Inhaber des gleichnamigen Fahrradzentrums in Ingolstadt, lenkte das Interesse der Zuhörer auf ein etwas anderes Hybrid-Fahrzeug. Beim Pedelec und E-Bike ergänzen sich menschliche Muskelkraft und Maschine. „Der Anteil der E-Bikes an den verkauften Fahrrädern hat sich von 2009 bis 2011 verdoppelt.“ Er erläuterte den Unterschied zwischen Pedelec (elektrounterstütztes Fahhrad bis zu 25 km/h) und E-Bike (bis 45 km/h mit Kennzeichenpflicht). Standard sei derzeit die Lithium Ionen Technik, die größte Herausforderung die Akkugröße. Die Akzeptanz habe sich inzwischen deutlich verbessert und E-Bikes gelten mittlerweile als trendige Fortbewegungsmittel und nicht mehr als Seniorenräder.

Nach einer kleinen Diskussion begab man sich schließlich ans Büffet oder an die High-Tech Objekte, die vor dem EGZ geparkt waren. Großes Interesse zog der Wasserstoff-Rennwagen der Hochschule Ingolstadt auf sich und auch die E-Bikes von Fahrrad Willner wurden auf Herz und Nieren getestet (siehe Foto).

Infos zum BeraterPool findne Sie übrigens unter: www.beraterpool-ingolstadt.de

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