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Mittwoch, 23 Mai 2012

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Mit einer Buskarte von Ingolstadt nach Greding?

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20111210_ZweckverbandVerkehrsgemeinschaft

Künftige und bereits "aktive" Verfechter des Gemeinschaftstarifs: Ludwig Wayand (Bgm. Baar-Ebenhausen), Herbert Eckstein (Landrat des Landkreises Roth), Tanja Schorer-Dremel (stellv. Landrätin Kreis Eichstätt), Dr. Alfred Lehmann (OB Ingolstadt) und Roland Weigert (Landrat Neuburg-Schrobenhausen und VGI Vorsitzender)

 


Der Gemeinschaftstarif für den öffentlichen Personennahverkehr rückt näher – und das Gebiet, das man dann mit einer Buskarte nutzen kann, wird immer größer. „Nachdem wir schon unseren Müll nach Ingolstadt fahren, haben wir gedacht, wir können auch auf anderer Ebene zusammen arbeiten“, scherzte der Rother Landrat Herbert Eckstein zu Beginn der Sitzung des Zweckverbands Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt. Sein Landkreis möchte der Verkehrsgemeinschaft beitreten, denn intensive Verbindungen etwa zum Landkreis Eichstätt gebe es ja ohnehin und es wäre nur von Vorteil, mit einem einzigen Tarif in den Raum Ingolstadt fahren zu können. „Umgekehrt ist Greding ja auch eine schöne Stadt“, betonte der Landrat. Noch ist es nicht soweit, aber die Verbandsräte des Zweckverbandes befürworten einen Beitritt des Landkreises Roth unbedingt. Der Rother Kreistag muss allerdings erst noch zustimmen, genauso wie die entsprechenden Gremien der Stadt Ingolstadt und der Landkreise Eichstätt und Neuburg-Schrobenhausen.

So weit wie der Landkreis Roth ist der Landkreis Pfaffenhofen noch nicht. Den gibt es „als ganzes“ nicht im Zweckverband, allerdings werden derzeit Möglichkeiten erarbeitet, wie die INVG-Gemeinden des Landkreises Pfaffenhofen in die Verkehrsgemeinschaft integriert werden könnten.

Der Vorsitzende des Zweckverbandes und Landrat des Kreises Neuburg-Schrobenhausen, Roland Weigert, würde sich wünschen, auch den Landkreis Pfaffenhofen als Gebietskörperschaft mit im Boot zu haben: „Es scheint, als ob sich Pfaffenhofen wirklich Ergebnis offen in den Prozess einbringt, besser als ich es mir in den 12 Monaten gedacht habe.“

Region der Mobilität – bloß nicht im Öffentlichen Personennahverkehr

„Wir sollten unsere Kernkompetenz Mobilität auch auf den ÖPNV übertragen“, erklärte Roland Weigert mit Blick auf eine Umfrage der Initiative Regionalmanagement, die eines klar zeigte: die Einwohner der Region sind mit ihrer Heimat sehr zufrieden, allerdings nicht mit dem öffentlichen Personennahverkehr! Kein Wunder, gibt es doch über 270 Fahrkartentypen in der Region, die Planung einer längeren Strecke von A nach B ist fast schon eine Wissenschaft für sich. Der regionale Gemeinschaftstarif ist das große Ziel, zu dem der Zweckverband Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt aus der Taufe gehoben wurde. „Ingolstadt hat dabei die geringsten Vorteile und trotzdem stehe ich zu 100 % hinter diesem Projekt“, bekräftigte Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann. „Und von befürchteten Millionenverlusten kann bei einem Gemeinschaftstarif übrigens auch nicht die Rede sein.“ Nach aktuellem Stand der Planungen werden sich die sogenannten H&D Verluste (Harmonisierungs- und Durchtarifierungsverluste) auf ca. 400 000 Euro belaufen, eine staatliche Bezuschussung macht daraus vermutlich 200 000 Euro. Diese würden dann auf die einzelnen Beteiligten umgelegt. So viel sollte den Kommunen ein transparentes, unkompliziertes Tarifsystem – und damit auch zufriedene, mobile Bürger – Wert sein... (ma)

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