Ingolstadt ist die erste Stadt in Bayern, in der die Telekom ein Glasfaser-Netz aufbaut. Damit können über 16.000 Haushalte im Nordwesten und im Nordosten der Stadt mit der derzeit schnellsten verfügbaren Internet-Technik versorgt werden.
Die Telekom gab in Ingolstadt den Startschuss für den Glasfaser-Ausbau in Bayern. Auf dem Foto die Telekom-Vertreter Bernd Hahn, Projektleiter, Hans Lang, regionaler Technikleiter und Jürgen Lück, Ansprechpartner für die Wohnungswirtschaften (von links).
Die Telekom plant, das neue Ingolstädter Hochleistungsnetz im Sommer 2012 in Betrieb zu nehmen. Dann sind Bandbreiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde verfügbar. Um die Immobilie anzuschließen, braucht die Telekom bis zum 15. Oktober vom Eigentümer lediglich die Zustimmung − Kosten entstehen nicht. Die Kosten des Mammutprojekts belaufen sich auf mehrere Millionen Euro, die vollständig die Deutsche Telekom übernimmt. Für das nächste Jahr plant die Telekom weitere bayerische Städte mit Glasfaser-Netzen zu versorgen. „Die Telekom investiert in die Zukunft von Ingolstadt“, sagte Projektleiter Bernd Hahn von der Deutschen Telekom heute bei der Vorstellung des Ausbau-Projekts. „Ingolstadt wird mit dem neuen Glasfaser-Netz zu den schnellsten Städten der Welt gehören.“
Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann sagt: „Wir freuen uns sehr, dass die Telekom Ingolstadt für den Ausbau ausgewählt hat. Das bringt unseren Bürgern und den Unternehmen in der Stadt den bestmöglichen Zugang zum Internet und unterstreicht die Bedeutung der Stadt als Wohn- und Wirtschaftsstandort. Ich kann alle Grundstücks- und Wohnungsbesitzer nur herzlich dazu einladen, an diesem Ausbau-Projekt teilzunehmen – und dies auch als Chance zu sehen.“
Ein Telefonnetz ganz aus Glas
Bisher wurden die Telefonsignale auf dem letzten Stück zwischen dem Telekom-Verteilerkasten auf der Straße und dem Wohnungsanschluss auf einer Kupfer-Leitung übertragen. Im Kupferkabel nimmt die Übertragungsgeschwindigkeit aber Meter für Meter ab. Beim Glasfaser-Ausbau wird die Glasfaser-Leitung bis in die Wohnung verlegt und endet erst dort, wo sich die Telefonbuchse befindet. Die Internet-Technik wird als „Fibre to the Home“ (FTTH) bezeichnet – auf Deutsch: „Glasfaser bis nach Hause“. Kupferkabel gibt es in diesem Telefonnetz nicht mehr, die Signale werden nur noch optisch übertragen. Der Vorteil: Man kann in Lichtgeschwindigkeit im Internet surfen. Fotos, Videos und Musik erreichen beim Weg in die Wohnungen ein Tempo von bis zu 200 Megabit pro Sekunde. Damit könnten auch in Ingolstadt zukunftsorientierte Dienste wie Hochgeschwindigkeitsinternet, dreidimensionales Fernsehen und hochauflösende Filme, Online-Videothek, die elektronische Übermittlung des Stromverbrauchs (Smart Metering), Online-Fortbildungen (e-Learning) und Telemedizin genutzt werden. Außerdem sind Glasfasern im Vergleich zu Kupferkabeln leichter, dünner, resistenter gegen Störungen, und sie altern nicht. Eine Immobilie, die mit Glasfaser angebunden ist, ist also für die Zukunft bestens gerüstet. Sie lässt sich einfacher vermieten oder verkaufen und benötigt auf absehbare Zeit hinsichtlich Telekommunikations-Anbindung keine Nachbesserungen. Mit einem Glasfaser-Anschluss macht der Eigentümer sein Eigentum zukunftssicher und steigert den Wert seiner Immobilie










