Ende März wird die Erweiterung des Westparks eröffnet: 145 Shops, 1200 Arbeitsplätze, 3300 Parkplätze und mehr erwarten den Besucher.
Die Schweißbrenner sprühen Funken, die Bohrer brummen und fleißige Handwerker „wuseln“ durch die Gänge: die Großbaustelle Westparkerweiterung befindet sich im Endspurt. „Alle Geschäfte werden am 29. März eröffnen,“ erklärte Frank Hausschmid, Geschäftsführer der WestPark Einkaufszentrum Verwaltungs-GmbH beim Presserundgang durch die neuen, zusätzlichen Westpark-Quadratmeter. 45 neue Geschäfte finden hier ihre neue „Heimat“, davon sind 24 zum ersten Mal in Ingolstadt vertreten, etwa Zara, Görtz oder Vapiano. Das Highlight des Erweiterungsbaus ist die Westpark-Plaza mit Brunnen, Glasdach und zahlreichen neuen Shops. Auf 700 Quadratmetern werden hier nicht nur Einkäufer flanieren, sondern auch Veranstaltungen und Messen stattfinden. Wo sich momentan ein mit roten Brettern bedecktes Quadrat befindet, wird ab 29. März ein Brunnen sprudeln und von einem Balkon aus wird man das „Shopping-Volk“ gemütlich beobachten können.
Centermanager Frank Hausschmid, Stefan Bauer (Leiter des Bauprojekts) und Hans Georg Maier, EDEKA Geschäftsführer und Geschäftsführer der Civilis Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH besichtigten die Plaza
„Von den 21 am Bau beteiligten Firmen sind zwei Drittel aus der Region“, betonte Hans Georg Maier. Als Geschäftsführer der Civilis Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH ist er quasi der Bauherr des Projekts. „In unserer Branche gibt es alles, nur keine wettbewerbsfreie Zone“, so Maier. Wer nicht mit der Zeit gehe und sich stetig verändere, der habe keine Zukunft: „Wir erleben derzeit bei einem großen deutschen Drogerieunternehmen, was dann passiert.“ Mit der Erweiterung habe man das Einkaufscenter im Westen Ingolstadt für die Zukunft gerüstet und man gehe auch auf die veränderten Kundenwünsche ein. Dazu gehört auch Entertainment, das nicht nur in der Plaza, sondern auch in der Eventhalle nebenan stattfindet. 3 300 kostenlose Parkplätze, einheitliche Öffnungszeiten, eine Kinderbetreuung durch die Diakonie werden ab 29. März ergänzt durch einen Garderobenservice, rundum erneuerte Sanitäranlagen und eine Außen-Terrasse. „Unsere Kindertagesstätte für Mitarbeiter, die sich an den Öffnungszeiten orientiert, ist wohl einmalig,“ erklärte Frank Hausschmid. Moderate Mieten und erträgliche Nebenkosten sorgten außerdem dafür, dass es keine Leerstandsflächen im Westpark gebe. Im Gegenteil: die potentiellen Mieter stehen Schlange. Ende März werden es aber erst einmal die Kunden sein, die das erweiterte Shopping-Center stürmen werden.
Die „Hängepartie“ mit der Westparkbrücke
„Wir stellen unsere Verpflichtung zum Bau die Brücke nicht in Frage und sind auch vertraglich gebunden, sie zu bauen. Die Stadt Ingolstadt könnte die Brücke sogar selbst in Auftrag geben und den Auftrag auf uns laufen lassen“, betonte Hans-Georg Maier bei der Pressekonferenz. Dass die zwei Millionen Euro teure Brücke bisher noch nicht gebaut worden sei, liege zum einen an der ungewöhnlich langen Zeit, die für die Baugenehmigung benötigt wurde. „Die Baugenehmigung für die komplette Westpark-Erweiterung wurde nach drei Monaten erteilt, für die Brücke dauerte es zehn Monate.“ Dazu kamen Probleme mit dem „Untergrund“, denn Leitungen und Kanäle lagen nicht an den in den Plänen verzeichneten Stellen. „Daher konnten die Fundamente nicht wie geplant in Angriff genommen werden, es musste nochmal neu geplant werden“, so Maier. Ein verspäteter Baubeginn im Herbst bzw. Winter sei deshalb nicht in Frage gekommen, weil die Konstruktion auch in der Nacht Temperaturen von plus fünf Grad benötige. „Der Umstand, dass wir mit der Brücke nicht zur Eröffnung der Westparkerweiterung fertig werden, wurde der Stadt im vergangenen Jahr mitgeteilt,“ betonte der Civilis-Geschäftsführer. Dass die Brücke nicht unbedingt die „Lieblings-Lösung“ der Westparkbetreiber ist, zeigte sich daran, dass Hans-Georg Maier noch einen Alternativ-Vorschlag präsentierte: eine ebenerdige Anbindung über eine Straße, die direkt an der Rückseite des Einkaufszentrums entlang führt. Durch sie wäre eine Vermeidung des Audi-Kreisels bzw. eine zusätzliche Umfahrung des Westparks möglich gewesen. „Aber die Stadt bestand auf die Brücke.“ (ma)










