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Mittwoch, 23 Mai 2012

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Isfried Fischer zur Übernahme des Jobcenters

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Isfried Fischer, Vorsitzender des Jobcenter-Beirats Ingolstadt Rente mit 67, EU-weites Verbot von Legebatterien, schnellere „papierlose“ Überweisungen – das Jahr 2012 bringt viele Neuerungen. Mit dem Jahresbeginn haben sich auch die Hartz-IV-Regelsätze für Langzeitarbeitslose geändert: Der Hartz-IV Satz für Singles beträgt ab sofort 374 Euro, das sind 2,75 % oder 10 Euro mehr als im Vorjahr. Infos unter http://www.hartz-iv.info/ratgeber/regelbedarf.html

Eine weitere, besondere Änderung gibt es in Ingolstadt zu verzeichnen. Die hat nichts mit den Regelsätzen zu tun und wird von denjenigen, die das Jobcenter besuchen vermutlich kaum wahrgenommen. Aber mit dem 1.1.2012 hat die Stadt Ingolstadt die Verantwortung für das Jobcenter in Ingolstadt übernommen. „Wir sind jetzt aus dem Jobcenter völlig raus,“ erklärt Rolf Zöllner, der Leiter der Agentur für Arbeit in Ingolstadt. Das Jobcenter, das sich ausschließlich um die Betreuung von Langzeitarbeitslosen kümmert, ist ab sofort in städtischer Hand. „Der Stadtrat hat den entsprechenden Beschluss gefasst und daran halten wir uns. Wir hatten bisher eine gute Zusammenarbeit und werden das auch weiterhin tun,“ so Zöllner. Allerdings sei man „gemeinsam stärker gewesen“, meint der Arbeitsagenturchef. Die Mitarbeiter im Jobcenter werden ab sofort alle von der Stadt Ingolstadt beschäftigt – mit Auswirkung auf den städtischen Haushalt. „Der größte Posten der Mehrausgaben ist durch die Überführung des Jobcenters in eine kommunale Einrichtung bedingt. Die Stadt Ingolstadt wird 43 Beschäftigte der Agentur für Arbeit in den städtischen Dienst übernehmen,“ erklärte Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann in seiner Haushaltsrede.

Isfried Fischer, Vorsitzender des Jobcenter-Beirats Ingolstadt, erklärte am Dienstagvormittag, dass der "Übergang bisher geräusch-und problemlos abgelaufen ist."
Bereits 2010 hatte der Stadtrat die Weichen gestellt, ab März 2011 war dann endgültig klar, dass Ingolstadt ab dem 01.01.2012 eine Optionskommune sein wird. "Wir haben die Zeit im Jahr 2011 für eine intensive Vorbereitung genutzt", betonte Fischer.
"Wir sind der Überzeugung, dass wir unter einer Führung noch bessere Ergebnisse erzielen können!", zeigte er sich zudem zuversichtlich und fügte hinzu: "Die Konzentration liegt auf der Vermittlung von Ingolstädterinnen und Ingolstädtern, die hier Arbeit finden sollen. Wir wollen in den nächsten Jahren das Beste für die Bürger tun." Einen Vorteil erklärte Fischer auch gleich noch: "Wir sind nun unabhängiger von den Bundesbehörden und von etwaigen Änderungen."
Geändert hat sich für die Langzeitarbeitslosen bisher nicht viel. Fischer betonte diesbezüglich: "Die Perspektiven werden sich verbessern, nach drei Tagen hat sich natürlich noch nicht viel geändert. Außerdem ist es ein Vorteil, dass wir noch enger mit der Stadt und städtischen Ämtern zusammenarbeiten können." Wenig geändert habe sich auch für die Mitarbeiter: "Am Personalbestand hat sich nichts geändert, so dass die jeweiligen Ansprechpartner bestehen bleiben."
Auch der Pressesprecher der Stadt Ingolstadt, Dr. Gerd Treffer, betonte noch einmal die außerordentlich gute Zusammenarbeit.

Im vergangenen Jahr wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jobcenters, unterstützt durch Kollegen der Stadtverwaltung, insbesondere des Amtes für Information und Datenverarbeitung, die Umstellung zur Optionskommune gemeistert. Die bisherige IT des Jobcenters, wurde durch städtische Hard- und Software ersetzt. Alle Daten aus den bisherigen BA-Verfahren wurden in die neue Software migriert. Bei rund 6000 Personen in über 3000 Bedarfsgemeinschaften war dies eine echte Herausforderung. Pünktlich zum Jahresbeginn 2012 haben die leistungsberechtigten Ingolstädter ihr auf 374,- € erhöhtes Arbeitslosengeld II zuzüglich der Leistungen für Unterkunft und Heizung erhalten.

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