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Mittwoch, 23 Mai 2012

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Spekulationen um Rupert Stadler

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Foto: Audi

Er ist auf der Überholspur: Rupert Stadler, der Audi-Chef. Sein Unternehmen hat gerade bei den Verkaufszahlen den Rivalen Mercedes überholt und konnte das publikumswirksam noch vor den Feiertagen publizieren.

Wenn jemand so erfolgreich ist wie Rupert Stadler, dann bleiben Spekulationen nicht aus, was denn noch aus ihm noch werden könnte. Angesichts der "beruflichen Weiterentwicklung" seiner "Vorgänger im Amt", also der früheren Audi-Chefs Piech und Winterkorn, die beide an die Spitze des VW-Konzern aufstiegen, wird natürlich auch bei ihm spekuliert. Winterkorns Vertrag läuft noch bis 2016. Ein Jahr vorher will Audi - nach eigener Vorgabe - nach Mercedes auch BMW überholt haben und führender Premiumanbieter sein. Sollte Stadler dieses Ziel erreichen, dann hätte er sicher eine gute Ausgangsposition.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters, zitiert bei der Financial Times Deutschland, dementiert Rupert Stadler allerdings derartige Absichten:

"Nö, weil ich ja vorhabe, bis 2020 der führende Premiumanbieter zu bleiben. Das wird noch härteres Brot."

Vielleicht ist es taktisches Geschick, dass sich der gebürtige Bayer so zurück hält. Außerdem ist er - im Gegensatz zu Piech und Winterkorn - kein Ingenieur, ein "Makel" in der Gedankenwelt der VW-Spitze. In der Branche wird auch darüber diskutiert, dass Audi nicht mehr durch "Vorsprung durch Technik" glänze, vielmehr die Verkaufserfolge auf hervorragendes Design und ausgezeichnete Verarbeitung sowie beste Markenstrategie zurückzuführen seien. Technisch gehe Audi zwischenzeitlich den "me too" - Weg, was bedeutet: man lässt andere den Vorreiter spielen und übernimmt dann das, was sich bewährt hat. Das macht vielleicht auch den betriebswirtschaftlichen Erfolg der Ingolstädter Autobauer aus - Stadler ist Betriebswirt und nicht Techniker. In Sachen Elektromobilität und Carbon als Werkstoff gilt Audi jedenfalls nicht als federführend.

So ist es vielleicht keine Taktik sondern seine Überzeugung, dass Stadler im Augenblick die Rolle des Kronprinzen von sich weist.

Dazu:

Financial Times Deutschland

Handelsblatt: Audi sieht Oberklasse wachsen

Boerse-go.de: Audi-Chef stellt seine Vision vor

Foto: Audi

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