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Mittwoch, 23 Mai 2012

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Bei Audi sind Könner heiß begehrt

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AudiProduktion

Foto: Audi

Am 1.9. startet das Ausbildungsjahr. Wie beim Wein hofft man auf "gute Jahrgänge", denn Fachkräfte werden dringend gebraucht.

Die Anforderungen im Handwerk und in der Industrie werden immer höher, wer etwas kann, der ist gerade in der Region Ingolstadt heiß begehrt. Das gilt für den mittelständischen Betrieb genauso wie für die AUDI AG. Doch was tut der größte Arbeitgeber in der Region, um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen? Ein Interview mit Pressesprecher Armin Zimny:

Im Handwerk und in der Industrie wird viel über fehlende Fachkräfte geklagt - wie ist die Situation bei der AUDI AG in Ingolstadt?

Der Fachkräftemangel stellt derzeit noch kein Problem für Audi dar, aber wir müssen uns heute schon auf morgen vorbereiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Bis dato können alle Stellen gut besetzt werden, da Audi als attraktivster Arbeitgeber bei der Zielgruppe der Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftlern sehr beliebt ist. Jedoch ist darauf zu achten, in den Schwerpunktthemen Leichtbau, Clean Diesel, Hybrid, Elektrik/Elektronik, Industrial Engineering, Fahrzeugsicherheit und Simulation hochqualifizierte Talente zu gewinnen.

Mittelbare Auswirkungen zeigt der Ingenieurmangel jedoch aktuell bei kleinen und mittleren Unternehmen, die im Umfeld von Audi tätig sind. Besonders die Zulieferindustrie ist betroffen. Denn diese hat schon jetzt Schwierigkeiten, hochqualifizierten Nachwuchs zu rekrutieren. Das bedeutet, dass Audi indirekt von mangelnder Kompetenz und Innovationsfreude betroffen sein könnte.

Mit welchen Qualifizierungsprogrammen o.ä. gewinnt das Unternehmen zusätzliche Fachkräfte?

Audi engagiert sich stark in unternehmensübergreifenden Initiativen wie "SACHEN MACHEN" des VDI, oder des "Queb“ (Quality Employer Branding) um so dazu beizutragen, dass der Nachwuchs gefördert und begeistert wird. Zudem ist Audi mit verschiedenen Hochschulen, unter anderem der TU und der LMU München, aber auch mit den Hochschulinstituten Neckarsulm und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt strategische Hochschulkooperationen eingegangen.

Weiterhin fördern und fordern wir unseren Nachwuchs mit entsprechenden Programmen vom Praktikum bis zum Internationalen Traineeprogramm, wo Talente in Projektarbeit ihr Wissen, das sie an den Schulen oder Hochschulen erworben haben, einbringen können.

Was würde man sich bei Audi in Bezug auf die Schulausbildung / techn. Ausbildung junger Menschen wünschen?

Audi sucht von den Besten die Richtigen, diejenigen, die am besten zu Audi passen – und wir zu ihnen. Das heißt für uns, dass das Gesamtpaket stimmen muss. Daher legen wir natürlich Wert auf gute Noten. Allerdings muss der Passende nicht immer der Kandidat mit den besten Noten sein. Praktische Erfahrung und auch der berühmte „Blick über den Tellerrand“ sind uns sehr wichtig. Auslandserfahrung und Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil.

Auch „Softskills“ werden immer wichtiger. So wünschen wir uns auch im Ingenieursbereich Team- und Kommunikationsfähigkeit, Engagement, Selbständigkeit und Analysefähigkeit, denn ein Ingenieur, der die beste Idee nicht "verkaufen kann" wird in einem Großunternehmen an Grenzen stoßen.

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