Gesamtbetriebsratsvorsitzender Peter Mosch: „Den Menschen in Japan gilt unser besonderes Mitgefühl.“
Versammlungsleiter Peter Mosch, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der AUDI AG, begrüßte zu Beginn der 1. Betriebsversammlung in diesem Jahr zwei ganz besondere Audi-Kollegen – die DTM-Piloten Rahel Frey und Mike Rockenfeller.
Ein zentrales Thema der Betriebsversammlung war die unbeschreibliche Natur- und Nuklear-Katastrophe in Japan. Audi hatte eine Million Euro an das Deutsche und Japanische Rote Kreuz gespendet. Dafür bedankte sich Peter Mosch: „Wir wollen zum einen Soforthilfe leisten, und zum anderen versuchen wir, ein Projekt zu finden, mit dem wir nachhaltig beim Wiederaufbau helfen können.“ Betriebsrat und Unternehmen riefen deshalb die Audi-Belegschaft zu Spenden für Japan auf. „Wir wollen uns mit den Menschen solidarisch zeigen, die das Schicksal gleich mehrfach getroffen hat“, so Mosch. „Den Betroffenen in Japan gilt unser besonderes Mitgefühl, sie brauchen unsere Hilfe.“
Die Verkehrsinfrastruktur rund um das Werk Ingolstadt griff Max Wäcker, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, im Tätigkeitsbericht des Betriebsrats auf: „Audi wächst, aber leider nicht das Platzangebot im und ums Werk.“ Steigender Zulieferverkehr. Zunehmender Berufsverkehr. Beim Schichtwechsel drohe täglich zweimal der Verkehrsinfarkt im Ingolstädter Norden. Der Verkehrsfluss müsse besser werden, unterstrich Wäcker. Es sei auch einiges in Bewegung geraten. Gerade bei der Stadt Ingolstadt.
Bei einer Arbeitsbesprechung der Audi-Betriebsratsspitze mit Ingolstadts Oberbürgermeister Alfred Lehmann seien viele gute Pläne und Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Situation seitens der Stadt dargestellt worden. „Aber,“ so Max Wäcker, „es geht eben nicht alles auf einmal.“ Die Stadt könne leider nicht allein entscheiden. Die Umlandgemeinden und Landkreise seien beteiligt, ebenso der Freistaat Bayern und noch eine beträchtliche Anzahl weiterer behördlicher Ebenen. Es käme jetzt darauf an, vor allem viele kleine, aufeinander abgestimmte Verbesserungen zu erreichen. Dafür werde sich der Audi-Betriebsrat einsetzen. Das helfe den Bürgerinnen und Bürgern im Ingolstädter Norden, den Beschäftigten und Audi.
In seiner ersten Rede als Personalvorstand vor der Audi-Belegschaft am Standort Ingolstadt bedankte sich Thomas Sigi zunächst für die spontane Solidarität und Spendenbereitschaft aller Audianer für die Menschen in Japan. Dann folgte sogleich ein großes Lob. Bezugnehmend auf das hervorragende vergangene Geschäftsjahr sagte Sigi: „Sie können stolz auf das sein, was Sie hier am Standort alles bewegt und gestemmt haben! Ich danke Ihnen im Namen des gesamten Vorstands für Ihre tolle Leistung!“
Audi befände sich weiterhin im Aufwärtstrend, machte der Personalvorstand deutlich. Die hervorragenden Auslieferungszahlen im ersten Quartal 2011 zeigten, dass die Marke Audi von Jahr zu Jahr weltweit an Beliebtheit gewinne. Sie seien aber auch Beleg dafür, dass Audi internationaler werde und werden müsse. Dabei käme den Wachstumsmärkten Asien und Amerika eine stetig größere Bedeutung zu. Eine Entwicklung, die aber immer von dem starken Fundament der beiden deutschen Standorte ausgehe. Hier bekräftigte Sigi: „Wir stehen dazu, dass Ingolstadt und Neckarsulm die zentralen Entwicklungs- und Produktionsstandorte für die Vier Ringe bleiben. Das haben wir auch durch die Beschäftigungssicherung bis 2014 zum Ausdruck gebracht!“ In seinen weiteren Ausführungen ging der oberste Personaler auf die vielfältigen globalen Einflüsse ein, denen sich Audi auf seinem Erfolgskurs zu stellen habe. Thomas Sigi ist jedoch zuversichtlich: „In diesen unruhigen Zeiten zeigt die Mannschaft bei Audi wieder einmal eine ihrer größten Stärken – ihr ‘Wir-Gefühl‘. Ich bin überzeugt, wir können schwierige Situationen deshalb so gut meistern, weil wir dies gemeinsam tun, weil sich jeder bei Audi auf den anderen verlassen kann.“










