(msc) Allem Anschein nach plant Audi, das seit Jahren diskutierte Werk für Nordamerika nun doch in Mexiko zu bauen.
Audi-Chef Rupert Stadler wurde in den Medien schon mehrfach unterstellt, er selbst bevorzuge Mexiko als Standort, um dort Modelle wie beispielsweise den Q5 produzieren zu lassen. Die Entscheidung, so ist aus Unternehmenskreisen zu hören, sei aber noch nicht gefallen, zumal VW es wohl lieber sähe, Audi würde unter den Rock der Konzernmutter in Nordamerika schlüpfen.
VW hat bereits ein Werk in Chattanooga, ist allerdings mit dem Werk Puebla auch in Mexiko vertreten. Und da in der vergangenen Woche zahlreiche maßgebliche Audianer auf Dienstreise in Mexiko waren, unter anderem der Werksleiter Ingolstadt, Peter Kössler, und auch Mitglieder des Betriebsrates, ist die Spekulation naheliegend, dass Mexiko auf dem Wunschzettel von Audi ganz weit oben steht.
Die Ingolstädter Autobauer zieh es also offenbar mehr an den Rio Grande. Zumal der Handel dort keinen Zollbarrieren unterliegt und somit um einiges lukrativer wäre. Andererseits hätte das Markenzeichen "Made in USA" den klangvolleren Namen.
Dem Vernehmen nach fällt die Entscheidung noch in diesem Sommer. In gut zwei Jahren könnte Audi die Produktion dann aufnehmen und seinem Ziel, bis 2018 rund 200 000 Fahrzeuge in den USA abzusetzen, ein gutes Stück näherkommen. 2011 hatte Audi in den USA bereits 117 561 Fahrzeuge abgesetzt und nochmal rund 5500 in Brasilien.










