Bilanz des Ausbildungsmarktes für das Beratungsjahr 2010/2011
„Mittlerweile kann sich neben dem Arbeits- auch der Ausbildungsmarkt der Region 10 sehen lassen. Nur noch ganz wenige Bewerber sind auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz und dem gegenüber ist ein ausreichendes Angebot an Lehrstellen vorhanden“, bilanziert Rolf Zöllner, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die Zahlen zum Ende des Beratungsjahres 2010/2011.
Mehr Ausbildungsstellen
Im Beratungsjahr 2010/2011 meldeten die Ausbildungsbetriebe der Agentur für Arbeit Ingolstadt und ihren Geschäftsstellen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen insgesamt 3.406 Berufsausbildungsstellen. Dies bedeutet im Vorjahresvergleich eine Zunahme von absolut 150 bzw. 4,6 Prozent.
„Die Betriebe und Unternehmen der Region reagieren damit auf den zunehmenden Fachkräftebedarf“, erläutert Rolf Zöllner.
Im einzelnen: Im Bereich der Hauptagentur Ingolstadt gab es ein Plus von 81 (4,3 Prozent) auf 1.953 gemeldete Ausbildungsplätze zu verzeichnen. In Eichstätt nahm das Angebot um 46 (10,6 Prozent) auf 481 zu. Um 40 gemeldete Ausbildungsstellen (8,2 Prozent) stieg das Ausbildungsplatzangebot im Bezirk Neuburg-Schrobenhausen auf 527. Im Pfaffenhofen hingegen sank die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen geringfügig um 17 (- 3,7 Prozent) auf 445.
TOP 10 der gemeldeten Ausbildungsstellen und Bewerber
Bei den mit Stichtag 30. September noch unbesetzten Ausbildungsplätzen handelt es sich insbesondere um Berufe aus dem Verkauf, Handel sowie der Hotel- und Gaststättenbranche. „Das Plus resultiert zum einen auf der Zunahme an gemeldeten Stellen und zum anderen auf dem Bewerberrückgang“, erklärt der Agenturchef.
Weniger Bewerber
Im Berichtsjahr 2010/2011 nahm die Zahl der Jugendlichen, welche die Dienste der Berufsberatung in Anspruch nehmen, ab.
3.185 Ausbildungsstellensuchende und damit 174 weniger als vor Jahresfrist waren am Vermittlungsprozess beteiligt.
Betrachtet man das Angebot an Ausbildungsbewerbern auf Geschäftsstellenebene, so ist festzustellen, dass in den Bezirken Ingolstadt (-139) und Pfaffenhofen (-93) ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist, während in Eichstätt (+ 16) und in Neuburg-Schrobenhausen (+ 42) das die Zahl der Lehrstellensuchenden etwas zunahm.
„Dass die Zahl der noch unversorgten Bewerber so deutlich zurück gegangen ist, hat mehrere Gründe. Zum einen hat der doppelte Abiturjahrgang wegen der überwiegenden Studierneigung der Absolventen praktisch keinen Einfluss und zum anderen geht die Zahl der Schulabsolventen an Haupt- und Mittelschulen weiter zurück,“ so Rolf Zöllner.
26 Bewerber um einen Ausbildungsplatz waren Ende September noch auf der Suche. Gegenüber dem Vorjahr (89) ist diese Zahl deutlich gesunken.
„Bei den sogenannten unversorgten Bewerber stellen wir fest, dass es sich um aktuelle Lehrstellen-, Berufsfachschulen- und Studienabbrecher handelt, die sich erst gegen Ende des Beratungsjahres bei uns vorstellen. Dies verkürzt natürlich unsere Aktionszeit enorm“, erläutert Rolf Zöllner.
„Altbewerber“ partizipieren
Erfreulich rückläufig ist auch die Zahl der „Altbewerber“, also der Ausbildungssuchenden aus den Vorjahren. Nur noch 16 Personen dieser Zielgruppe sind noch nicht fündig geworden, im Vorjahr lag die Zahl noch bei 54.
Vermittlungsaktivitäten laufen
Für die wenigen noch unversorgten Bewerber gehen die Vermittlungsaktivitäten weiter.
„Wir können jedem Angebote machen und Alternativen anbieten“, zeigt sich der Agenturchef optimistisch.
„Für die nahe Zukunft wird es ganz entscheidend sein, dass wir den momentanen Schwung mitnehmen und die Arbeitgeber weiter davon überzeugen, sich frühzeitig qualifizierten Nachwuchs zu sichern“, appelliert Rolf Zöllner an die Betriebe und Unternehmen der Region.










