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Montag, 21 Mai 2012

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Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt zeigt Wirkung

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arbeitsagentur


Jahresbericht des Jobcenters Ingolstadt

Über 1.650 Mal gelang es 2010 dem Jobcenter, arbeitsuchende Ingolstädterinnen und Ingolstädter wieder in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren (+40 Prozent im Vergleich zu 2009). Hinzu kommen rund 625 aufgenommene geringfügige Beschäftigungen („Minijobs“). Erfreulich ist, dass unter den 1650 Arbeitsaufnahmen von Arbeitslosengeld II Empfängern auch 373 neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse von „Älteren“ über 50 Jahren zu finden sind. Hieran hat das Perspektive 50plus Projekt des Jobcenters einen großen Anteil. Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt kommt in Ingolstadt auch bei den Arbeitslosengeld II Empfängern an.

Es ist kein Widerspruch, dass die Arbeitslosigkeit im sog. „Rechtskreis SGB II“, den das Jobcenter betreut, im Jahresvergleich nur geringfügig gesenkt werden konnte: 1.655 arbeitslose Alg II-Empfänger in Ingolstadt zum Jahresende 2010 bedeuten zwar nur einen Rückgang um 1,3 Prozent im Vergleich zum Ende des Vorjahres (12/2009: 1676). Gegenüber dem Höchststand im März 2010 mit 1.859 Arbeitslosen, fällt die Reduzierung hingegen schon deutlicher aus (minus 204 bzw. minus 11 Prozent). Erst wenn man außerdem berücksichtigt, dass wegen der guten Konjunktur geförderte Beschäftigung am zweiten Arbeitsmarkt durch Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt ersetzt werden konnte, zeigt sich die deutlich verbesserte Lage auch für Arbeitslosengeld II Empfänger: Ende 2010 mussten nur noch 229 Beschäftigungen am zweiten Arbeitsmarkt (überwiegend sog. „Ein-Euro-Jobs“) gefördert werden, gegenüber 400 Ende 2009 (minus 171 bzw. minus 43 Prozent).

Die vom Jobcenter ausbezahlten Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (insbesondere Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Leistungen für Unterkunft & Heizung sowie Kranken-, Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge) stiegen in 2010 in Ingolstadt im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,33 Mio. Euro auf insgesamt 34,4 Mio. Euro an (plus 7,3 Prozent). Ursache hierfür ist die im Jahresdurchschnitt 2010 um 400 auf 6.800 Menschen angestiegene Zahl der SGB II Leistungsberechtigten.

Besonders erfreulich war im Jahr 2010, dass es gelungen ist die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren in Ingolstadt wieder deutlich zu senken. Hierzu hat auch das Jobcenter mit einer Senkung der Arbeitslosigkeit in der vorgenannten Zielgruppe um 13,3 Prozent auf 98 (Vorjahr: 113) Personen beigetragen. So gut wie keiner (in Zahlen: nur zwei) der vom Jobcenter betreuten Jugendlichen ist länger als sechs Monate arbeitslos (minus 90 Prozent im Vergleich zu 12/2009).

Das Jobcenter Ingolstadt wurde 2010 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales als einer von 18 Modellprojektstandorten in Bayern für „Bürgerarbeit“ ausgewählt – für den Ingolstädter Arbeitsmarkt bedeutet dies eine zusätzliche Förderung von bis zu 4,67 Mio. Euro in den Jahren 2011 bis 2014. Das Ingolstädter Bürgerarbeitsprojekt hat 600 Teilnehmer, die in erster Linie in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden sollen – rund 180 Teilnehmer konnten bis Ende 2010 bereits vermittelt werden. Für diejenigen, die nicht auf Anhieb in Arbeit kommen, können ab 2011 bis zu 120 Bürgerarbeitsplätze in Ingolstadt eingerichtet werden.

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