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Montag, 21 Mai 2012

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Wirtschaftsspionage 2.0 – Neue Wege für Spione

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Vortrag_Wirtschaftsspionage1

1. Highlight Veranstaltung  2011der Wirtschaftsjunioren Ingolstadt

Die Wirtschaftsjunioren Ingolstadt haben zur ihrer 1. HIGHLIGHT Veranstaltung 2011 im Existenzgründerzentrum eingeladen.

 

Der Verband ist ein Zusammenschluss von derzeit rund 60 Unternehmern und Führungskräften aus Ingolstadt und Umgebung. Die Wirtschaftsjunioren vertreten dabei die Interessen der Mitglieder gegenüber der Stadt und dem Land und beteiligen sich entscheidend am Wirtschaftsleben in der Region.

Bei der Eröffnung der Vortragsreihe 2011 begrüßte Markus Amler, Vorstandsvorsitzender und sein Stellvertreter Jörg Hoffmann ca. 50 Gäste. Sechs bis acht feste Veranstaltungen sind für dieses Jahr geplant. Dazu gehören neben interessanten Vorträgen auch Betriebsbesichtigungen.

Michael George vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz Abteilung Spionageabwehr/Wirtschaftschutz berichtete in seinem Vortrag „Wirtschaftsspionage 2.0 – Neue Wege für Spione“ über die wachsende Bedeutung dieser Gefahr. Der IT- und Know-how-Schutz mittelständischer Unternehmen steht hierbei besonders im Mittelpunkt.

Die Unterscheidung zwischen Wirtschafts- und Industriespionage erklärt sich aus den betreibenden Organen. Während die Wirtschaft im Auftrag von Regierungen anderer Länder bespitzelt wird, handelt es sich bei der Industriespionage um Mitbewerber, für die das Know-how und die privatwirtschaftlichen Aktivitäten eines Konkurrenten im Focus stehen.

In seinen Ausführungen schildert George, wie Spione vorgehen, um an Informationen heranzukommen. Die größte Gefahr hierbei stellt der Mensch durch Leichtfertigkeit und Neugier selber dar. Gerade in Zügen und an anderen belebten Orten besonders auch im Ausland ist vielen Geschäftsleuten nicht unbedingt bewusst, wer bei ihren Handygesprächen mithört. Als realistisches Beispiel werden hierzu  die großen Mengen der verlorenen Handys, Laptops und anderer mobiler Datenträger aufgeführt, die achtlos in Taxis liegen gelassen werden. Hierbei ist der Wert des verlorenen Gerätes nur gering im Vergleich zum Verlust wichtiger gespeicherter Daten, die der Konkurrenz  in die Hände fallen können. Auch der unachtsame Umgang mit sozialen Netzwerken im Internet gilt als hohes Sicherheitsrisiko.

„Der Fortschritt in der Technik ist ein Rückschritt in der Sicherheit“ so George. Dass dabei Handys zu „Wanzen“ verwandelt werden und Videokameras als Schlüsselanhänger getarnt auf jedem Rednerpult zum Einsatz kommen können, zeigt  Michael George sehr anschaulich den verblüfften Zuhörern. Die Soft- und Hardware für diese Technik kann jeder im  Internet oder bei großen Fachmessen erwerben.

Eine  neue Dimension von  Sicherheitsgefahren stellen aber nicht nur mit Trojanern infizierte Emails dar, die sogar von guten Schutzprogrammen nicht mehr erkannt werden, sondern auch raffinierte Spionagesoftware, die speziell auf das Opfer zugeschnitten ist.

Dass Michael George mit seinem spannenden und praxisnahen Vortrag seine Zuhörer für das Thema sensibilisiert hat, zeigte anschließend der erhebliche Gesprächsbedarf untereinander und mit dem Referenten. (py)

Weitere Informationen zum Thema Wirtschaftsschutz unter www.wirtschaftsschutz.bayern.de

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