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Montag, 21 Mai 2012

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Präsenz zeigen und Interesse wecken

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Lockere Atmosphäre, motivierte junge Menschen, interessierte Arbeitgeber - das erste Azubi-Speeddating der Ingolstädter Agentur für Arbeit.

"Wir haben den Ehrgeiz nicht nur bei den Arbeitsmarktzahlen deutschlandweit ganz vorne mitzuspielen, sondern auch was die Ausbildungssituation betrifft," erklärt Rolf Zöllner, der Leiter der Ingolstädter Agentur für Arbeit. Aus diesem Grund wurde vor gut drei Jahren die "PlayOffensive Ausbildung" ins Leben gerufen. Die Aktion zeichnen sich grundsätzlich durch ihre ungewöhnliche Herangehensweisen, Bewerber und Betriebe zusammen zu bringen, aus. Da trifft man sich in der VIP-Lounge des ERCI oder auch im Westpark.

Die neueste Aktion ist bislang einmalig in der Region. Am Donnerstag trafen sich 60 Schülerinnen und Schülern sowie 13 Unternehmen zum Azubi-Speeddating. Wie beim Vorbild aus dem Singlebereich wechseln die Schüler durch und kommen so an die Tisch der einzelnen Betriebe. "Das ist eine attraktive Sache," findet Zöllner und ergänzt: "Die Schüler haben hier die Möglichkeit auf einer nicht so förmlichen und lockeren Art einen ersten Kontakt zu potentiellen Arbeitgebern herzustellen." Zöllner gehe nicht davon aus, dass "gleich ein Ausbildungsvertrag unterzeichnet" würde, aber um unverbindlich "vorzufühlen" biete sich das Speeddating auf jeden Fall an.

So sehen das auch Rainer Knöferl und Alfred Mack vom Klinikum Ingolstadt: "Uns geht es mehr darum Präsenz zu zeigen und Interesse zu wecken." Gerade der Bereich der Krankenpflege habe mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. "Es gibt einige Defizite und einen Nachholbedarf, was die Darstellung des Berufsbildes betrifft," sagt Knöferl. Beide können "sagen, wie es wirklich ist, im Alltag," denn sie sind nicht etwa aus der Personalabteilung gekommen, sondern sind "echte" Krankenpfelger. Wenn man den ein oder anderen für ein Praktikum überzeugt habe, sei das Ziel schon erreicht, sagen sie. Deshalb haben sie sich auch nicht lange bitten lassen, als vor Weihnachten die Anfrage kam, ob sie am Azubi-Speeddating teilnehmen möchten: "Man muss die jungen Leute auch ein Stück weit abholen. Nur mit Zeitungsinseraten geht das nicht."

Rolf Zöllner freute sich über die gute Resonanz beim ersten Azubi-Speeddating der Region. Wiederholung nicht ausgeschlossen. (tm)

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