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Montag, 21 Mai 2012

Aktualisiert:07:56:52 AM GMT

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Weise muss gehen

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Der eigentlich bis Ende 2011 laufende Vertrag mit Media-Saturn-Chef Roland Weise wird vorzeitig zum 31. 12. 2010 beendet.

 

Hintergrund sind Meinungsverschiedenheiten mit Metro-Chef Eckhard Cordes, der Weise wohl vorwirft, insbesondere beim Online-Geschäft nicht zügig genug gehandelt zu haben. Das Online-Geschäft stellt Media-Saturn vor ein organisatorisches Problem: Beim dezentral aufgebauten Vertriebskonzept haben die einzelnen Märkte gewissse Spielräume bei der Preisgestaltung und außerdem sind die Geschäftsführer der einzelnen Märkte an der Gesellschaft, die den Markt betreibt, beteiligt. So haben die jeweiligen Markt-Geschäftsführer ein Interesse daran, dass der Online-Handel ihre Märkte nicht schwächt. Aber: gerade im Elektronikhandel geht der Trend zum Online-Einkauf.

Lesen Sie dazu:

 

welt-online

"Bei der Auslandsexpansion wollte Weise vorsichtiger agieren als manche Kollegen sowohl in der Ingolstädter Geschäftsführung als auch in der Metro-Konzernzentrale in Düsseldorf. Und das Onlinegeschäft in Deutschland wartet noch immer auf den Start, weil Weise weiterhin keine allgemein akzeptierte Regelung für die Beteiligung der Laden-Geschäftsführer an künftigen Online-Umsätzen gefunden hat."

mehr: http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article11614772/Fuehrungswechsel-bei-Media-Markt-Saturn.html

 

ftd

"Cordes und Weise hatten zuvor darüber gestritten, wie schnell das Unternehmen großflächig mit dem E-Commerce starten soll."

"Zumindest bei Media-Saturn waren dabei mehrere seiner Fristen verstrichen. Die Tochter ist wegen ihrer Produktpalette am meisten durch Rivalen im Internet gefährdet - vor allem das Geschäft mit Elektronik boomt im Netz."

 

capital online


"Ist der Elektronikhändler Media-Saturn im Web zu behäbig? Roland Weises Gegner lasten dem Manager genau das an. Seinen Vertrag bekommt er unter anderem deshalb nicht verlängert."
"Der Vertrag des 58-jährigen Weise wäre regulär Ende 2011 ausgelaufen und hätte in diesen Tagen verlängert werden müssen. Cordes sträubte sich aber gegen die Unterschrift unter einen neuen Kontrakt: Zu durchwachsen sei die Auslandsexpansion der Elektronikkette, zu zögerlich die Onlinestrategie, heißt es aus dem Umfeld des Managers."
"Zuletzt punktete der Manager mit Eigenmarken; die erste Charge an Wasserkochern, Telefonen und TV-Geräten war nach sechs Wochen fast ausverkauft. Das laufende Geschäftsjahr schließt Media-Saturn voraussichtlich mit einem dicken Plus beim Gewinn ab. Wenn nichts schief läuft, könnte sogar das Russlandgeschäft vier Jahre nach dem Start profitabel sein. Doch alle Erfolge nützten Weise, der seit 18 Jahren zur Geschäftsführung gehört, am Ende nichts. Am Ende zog Cordes die Gründerfamilien offenbar auf seine Seite."

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